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Das ist nicht Maori, aber es drückt ganz gut den Eindruck aus, den die Nordinsel NZs beeindruckend ausdrückt. Ja, wir sind mittlerweile auf der Nordinsel, aber jetzt der Reihe nach:

Seit meiner letzten Mail aus Queenstown hat sich einiges getan. Wir sind wie geplant an der Westküste Neuseelands nach Norden gefahren und haben uns auf dem Weg einige Sehenswürdigkeiten angeschaut, darunter auch die berühmten Pancake Rocks

ein lustiger Haufen Steine, der wie gestapelte Pfannkuchen (für Ossis: Eierkuchen) aussieht. Interessant an der West Coast ist, dass dort im Jahr 5-8 m Regen fallen (z. Vgl.: Stuttgart 800 mm), also 10 mal mehr und wir wurden auch gewarnt: Westcoast, Regenjackenpflicht. Das entsprechende Foto gibt es unter http://nz.beididi.de


(Sorry Marco & Kathleen, aber danke für den Tip)

Wir haben uns weiter nach Norden durchgearbeitet und schließlich den "Abel Tasman"-Nationalpark erreicht, wo wir für drei Tage mit einem Seekayak durch das Wasser gepaddelt sind uns und wie in der Südsee fühlten

- well, wir waren ja im Süden und auf fast hoher See... Und ein paar Seehunde fanden unser gelbes Flitzeboot wohl auch interessant [Video Seals>

Nach diesem Trip haben wir dann noch einen weiteren 3-Tages-Tramp eingelegt, den berühmten Queen Charlotte-Track in den Marlborough Sounds, im Nordosten der Südinsel. Leider wurden uns die ersten 1,5 Tage mit Regen und die Nacht mit Possums (nervige Nager, die alles anknabbern und durchfressen, was essbar riecht...) versaut. Der Tag darauf mit Sonnenschein und herrlichem Blick auf die "ausgefranste" Küste war allerdings herrlich.



Schließlich haben wir dann mit der Fähre die Südinsel verlassen, von Picton nach Wellington. Zuvor hatte mir allerdings noch jemand meine Wanderschuhe (Ja Carsten, die guten Timberland) geklaut, die ich zum Trocknen auf dem Autodach habe stehen lassen. Die Hoffnung, dass niemand Interesse an mächtig stinkenden Schuhen, die sich innen auflösen, ihre Sohle verlieren und Blasen verursachen hat, war wohl falsch.

Ebenso die Hoffnung, auf der Nordinsel wieder besseres Wetter und höhere Temperaturen zu finden, wurde enttäuscht. Dafür gibt's hier viel mehr Menschen, Autos und irgenwie nur Schafe. Oder hatte ich das schon erwähnt? Egal, den "langweiligen" Teil der Nordinsel mit langen geraden Straßen und grünen hügeligen Wiesen dazwischen - auf denen übrigens viele Schafe stehen - haben wir schnell durchquert und uns dem Lake Taupo im Zentrum gewidmet. Erstaunlicherweise sind wir dabei auf eine weitere Landschaftsform gestoßen: Hässlich abgerodete Hügel und Berge, daneben wieder Jungpflanzen in Reihe und Glied, es lebe die Holzwirtschaft. Immerhin waren da dann keine Schafe mehr...

Bei einem kurzen Stop in Napier, den es uns verregnete, hab ich dann noch für nen Appel, ein Ei und ein paar Neuseelanddollar eine Gitarre gekauft, dann kann ich in Australien in 2 Wochen herumlaufen wie ein richtiger Backpacker: Ruck- und Bauchsack, Gitarre, und in der linken Hand noch eine Tüte mit Futter, ich freu mich schon ;-)

Egal, weiter... Ursprünglich wollten wir dann gleich den "berühmtesten" Tagestrip, Tongariro Crossing (eine Wanderung auf einem Weg wie Autobahn über einen Vulkanbergsattel hinweg, in Reih und Glied mit mehreren Hundert anderen) machen, haben den dann aber wegen nicht ganz optimalem Wetter um einen Tag verschoben und uns dieses Mal dem Nightlife Taupos zugewandt. Am Tag darauf war das Wetter dann besser, wir ließen uns mit einem Bus zum Track bringen, und um den Massen auf dem Weg zu entgehen, legten wir einen Abstecher auf einen nicht mehr ganz aktiven Vulkan ein. Dort wärmten uns in 2291 Metern Höhe die Hände in heißem Dampf, nebenher die Fernsicht auf die Umgebung genießend...



Die letzten beiden Tage verbrachten wir in der Schwefelquellenstadt Rotorua, in der es "natürlicherweise" oft/immer nach Schwefel, will sagen H2S, also faulen Eiern riecht und damit nicht zum Wohnen, aber zum Genießen der heißen Quellen einlädt.

So, ich geh jetzt Schafe zählen und wünsche Euch eine gute Nacht

Didi

PS: Nachträglich noch Frohe Ostern, hoffe, Ihr habt alle Eier wiedergefunden.

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